Die Birken im Klimawandel

Kaum eine Baumart ist so leicht zu erkennen wie die Birke. Ihre charakteristische weiße Rinde ist allen bekannt. Die Birken sind fast überall zu finden und wir nutzen viel von der Birke. In verschiedenen Bereichen hat die Birke ihre Rolle in der Natur.

Sie sind auch die Lieblingsbaumart von Lissy. Birkenwälder haben eine ganz eigene Stimmung und lassen sich kunstvoll darstellen. Bei den beiden Birkenarten (Moorbirke und Sandbirke) handelt es sich um heimische Laubbaumarten, die deutlich machen, wie sich der Klimawandel auswirkt.

Das Wichtigste über die Birken im Überblick:

  • Die Birke ist eine weit verbreitete Baumart mit charakteristischer weißer Rinde.
  • Birken produzieren viele Pollen und werden vom Wind bestäubt, was bei Allergikern problematisch sein kann.
  • Birken wachsen schnell, können bis zu 30 Meter hoch werden und werden etwa 160 Jahre alt.
  • Die weiße Rinde der Birke dient als Sonnenschutz und färbt sich im Laufe der Zeit durch Sonneneinstrahlung.
  • Die Birke wächst fast überall in Europa aufgrund ihrer geringen Standortansprüche und verbreitet sich leicht durch den Wind.

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Merkmale der Birken

Eins der berüchtigten Merkmale der Birken sind ihre Pollen. Die meisten Allergiker kennen und hassen sie dafür. Die Birken produzieren viele Pollen, weil sie nicht von Insekten Bestäubung werden, sondern vom Wind. So benötigen Sie viele Pollen, um auch tatsächlich bestäubt zu werden.

Es gibt viele verschiedene Birkenarten, aber in Deutschland ist die Hängebirke (Betula pendula) die häufigste. Wir finden unter anderem die Moorbirke (Betula pubescens) in Deutschland. Es gibt noch weitere Arten, diese spielen im Wald jedoch eine untergeordnete Rolle.

Birken können 30 m hoch werden und 160 Jahre alt. Damit sind sie eine sehr junge Baumart. Besonders ist bei den Birken Ihr schnelles Wachstum. Sie sind aber früh anfällig für Pilze und sterben oft für Bäume vergleichsweise jung.

Das eindrücklichsten Merkmal der Birken ist ihre weiße Rinde. Diese ist zu Beginn noch dunkelbraun. Sie färbt sich erst im Laufe der Zeit durch die Sonneneinstrahlung. Denn die Aufgabe der weißen Rinde ist, das Sonnenlicht zu reflektieren. So hat die Birke ihren eigenen Sonnenschutz und wird im Sommer so nicht zu heiß.

Natürliche Verbreitung

Die Birken wachsen fast überall in Europa und so finden wir sie in Skandinavien und auch am Mittelmeer. Das kommt daher, dass die Birken einen sehr geringen Anspruch an ihre Standorte stellen. So können sie sehr leicht wachsen.

Da der Wind die Pollen davon trägt, lassen Sie sich auch schnell verbreiten. So sind die Birken oft bekannt als Pionierbaumart. Wir finden sie oft im Vorwald.

Oft wächst die Birke in Kombination mit Heiden. Dort ist sie oft ein unerwünschter Gast, denn es wird sich um den Erhalt der Heidelandschaft bemüht.

Holznutzung

Wie bei den andern Baumarten auch verwenden wir das Holz der Birke. Ein aktueller Trend finden wir in der Gastronomie. Dort werden junge Birkenstämme gerne als Dekoration und Trennwand verwendet.

Die Birke lässt sich schlecht als Bauholz benutzen, denn sie ist nicht sehr dauerhaft. Öfter wird sie daher als Furnier verwendet. Sie hat sehr festes Holz, allerdings verrottet es auch schnell.

Traditionelle Nutzung

Eine sehr traditionelle Verwendung der Birke finden wir in Sibirien. Dort ist der Birkensaft sehr beliebt. Mittlerweile findet dieses Getränk auch den Weg nach Deutschland. So können wir es in vielen Läden kaufen.

Besonders in Finnland wurde die Rinde der Birke als Behältnis benutzt. So wurden dort Rucksäcke und Vorratsdosen aus der Rinde gebastelt. Bei den Bushcraftern ist die Rinde als Zunder beliebt und wird zum Feuer machen gerne genutzt.

Besenbinder haben aus dem Reisig Besen gebaut. Die besonders auf Kopfsteinpflaster sehr gut funktionieren.

Darüber hinaus bietet die Birke noch viele weitere Nutzungsmöglichkeiten. Besonders in der Medizin finden wir einige Inhaltsstoffe wieder. Die Blätter können als Tee aufgekocht werden.

Die Birken sind auch bekannt als Maibaum. Besonders im süddeutschen Raum werden im Mai Bäume in der Dorfmitte aufgestellt. Dafür wird die Birke gerne verwendet, da sie sehr früh im Jahr grün austreibt.

Ein weiterer Brauch ist auch, die Birke im Mai einer Geliebten zu schenken. Dabei gehen die Überlieferung auseinander, wie genau dies erfolgt.

Die Birke und die Forstwirtschaft

Die Forstwirtschaft in Deutschland und die Bürger haben eine komplizierte Beziehung. Für eine sehr lange Zeit waren die Birken äußerst unbeliebt. Sie wurden primär als Konkurrenzpflanze zu den Bäumen betrachtet.

Daher waren viele Förster bemüht, die Birke aus ihren Wäldern zu entfernen. Birken wachsen überall und können sich sehr schnell verbreiten.

Heutzutage ändert sich das Verhältnis etwas, denn sie ist in den Kiefernwäldern als Mischbaumart gerne gesehen. 

Die Diskussionen um die Birken sind aber noch nicht abschließend geklärt. Für einige bleiben die Birken weiterhin Unkraut im Wald und für andere sind sie ein gern gesehener Gast.

Wie geht es den Birken?

Unter den aktuellen Veränderungen beobachten wir eine starke Abnahme der Birken in den Städten. Sie können dort schlecht wachsen und sind häufig krank.

In den Wäldern zeichnet sich allerdings ein anderes Bild ab. 

Dort wachsen die Birken oft gesund und etablieren sich auf schwierigen Standorten recht schnell. Aufgrund der Eigenschaften der Birke nimm ihre Anzahl mit steigendem Alter schnell ab.

Insgesamt kann man also festhalten, dass die Birke anpassungsfähig ist. Sie wird also so schnell nicht unterzukriegen sein.

Wie sieht die Zukunft der Birken aus?

Die Wetterveränderung, die wir aktuell beobachten, zeigen sehr eindrücklich ihre Auswirkungen auf den deutschen Wald. So haben wir besonders oft die Kahlschläge der Fichtenbestände in Erinnerung.

Wir beobachten, dass die Birken mit den aktuellen Veränderungen recht gut klarkommen. Daher ist davon auszugehen, dass sie auch in Zukunft eine Rolle spielen wird.

Eine Herausforderung der Zukunft wird es sein, diese Bestände wieder aufzuforsten. Bei den Aufforstung geht es darum, einen Wald wachsen zu lassen, wo kein Wald mehr ist. Dies ist die natürliche Position für die Burg. So kann die Birke hier ihr Potenzial voll ausnutzen.

Die Birke wird also in Zukunft eine wichtige Rolle für den Vorwald einnehmen und den deutschen Wald voranbringen.

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Quellen

https://www.waldwissen.net/de/dossiers/dossier-birke-vom-entfernen-zum-foerdern

https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-und-waldpflanzen/laubbaeume/birke-eine-baumart-mit-potenzial

https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/standortskunde/die-birke-unkraut-oder-alternative

https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-und-waldpflanzen/laubbaeume/die-haengebirke-betula-pendula

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